Hier unten, dreizehn Meter tief, herrschen 610 Grad.

Das ist keine Prospekt-Zahl, sondern eine Messung des spanischen Geologie- und Bergbauinstituts. Deshalb reicht es, wenn ein Guide eine Handvoll trockenes Buschwerk in ein Loch wirft: Es fängt in drei Sekunden von selbst Feuer. Und wenn er einen Eimer Wasser in ein im Boden vergrabenes Rohr schüttet, schießt ein Dampfgeysir heraus, der dir bis ins Gesicht spritzt.

Dreihundert Jahre nach dem Ausbruch ist Timanfaya immer noch heiß. Und genau das bist du hergekommen, um zu sehen.

Dieser Guide hat alles, was du für den Besuch 2026 brauchst – angefangen bei der Änderung, die schon einige Leute vor verschlossenen Türen stehen lässt: Tickets werden nicht mehr an der Kasse verkauft.

Das Wichtigste: 🎟️ 30 € Erwachsene · 15 € Kinder 7–12 Jahre · kostenlos für Kinder unter 7 · 🕘 9:00 bis 17:00 Uhr · ⚠️ Online-Reservierung mit Zeitfenster Pflicht · ⏱️ rechne mit 2 Stunden

Praktische Infos

Erwachsene — 30 €

Kinder von 7 bis 12 Jahren — 15 €

Kinder unter 7 Jahren — kostenlos

Was ist enthalten

der Parkplatz, die geothermischen Vorführungen am Islote de Hilario und die Fahrt mit dem Bus auf der Ruta de los Volcanes. Alles zusammen: Im Park selbst musst du nichts weiter bezahlen.

💡 Das Kombiticket der CACT gibt es nicht mehr. Früher konnte man einen vergünstigten Pass für mehrere Zentren kaufen; jetzt wird jeder Ort einzeln bezahlt. Wenn du geplant hattest, Timanfaya, die Jameos, die Cueva de los Verdes und den Mirador del Río zu besuchen, rechne vorher nach: Für zwei Personen kommen da schnell knapp 200 € zusammen.
Jameos del Agua und die CACT: Welche sich lohnen · Budget für eine Woche in Lanzarote
Öffnungszeiten

von 9:00 bis 17:00 Uhr, jeden Tag. Das Besucherzentrum von Mancha Blanca hat dieselben Öffnungszeiten und ist kostenlos.

Was hier geschah: der längste Vulkanausbruch Spaniens

Am 1. September 1730 öffnete sich die Erde in der Nähe von Timanfaya. Es war kein einmaliger Ausbruch, sondern sechs Jahre immer wieder aufflammender Eruptionen, bis zum 16. April 1736. Es ist der längste historisch verzeichnete Vulkanausbruch auf spanischem Boden.

Was er zurückließ:

  1. 51 km² unter Lava und Asche begraben — fast ein Viertel der Insel.
  2. Mehr als 30 Dörfer und Weiler verschüttet. Ganze Siedlungen mit ihren Häusern und Brunnen liegen noch heute dort unten.
  3. Ein Drittel der besten Ackerflächen Lanzarotes, für immer verloren.
  4. Und eine überraschende Tatsache: kein einziger Toter. Die Lava floss langsam, und die Menschen hatten Zeit zu fliehen. Viele wanderten nach Amerika aus und kehrten nie zurück.

Aus dieser Katastrophe entstand, kurioserweise, fast alles, was diese Insel heute besonders macht: der Wein von La Geria wächst in Mulden, die in jene Asche gegraben wurden, und die Salinen von Janubio existieren, weil die Lava eine Lagune verschloss.

Warum es nach 300 Jahren immer noch heiß ist

Das ist die Frage, die sich jeder stellt, wenn er das brennende Buschwerk sieht, und kaum jemand beantwortet sie richtig.

Es ist keine abkühlende Lava. Die Lava von 1730 ist längst abgekühlt. Was darunter liegt, ist etwas anderes: eine Restmagmakammer, eine Blase geschmolzenen Gesteins, gefangen in 2 bis 4 Kilometern Tiefe. Sie ist immer noch da, und sie ist immer noch heiß.

Diese Hitze steigt durch die Risse im Gelände nach oben. Die offiziellen Messwerte:

  1. An der Oberfläche: 100–120 °C (an manchen Stellen bis zu 250 °C)
  2. In 13 Metern Tiefe: 610 °C

Deshalb ist Timanfaya kein fossiles Museum. Es ist ein schlafender Vulkan mit heißer Hand — und die höchsten thermischen Anomalien der gesamten Kanarischen Inseln liegen genau unter deinen Füßen.

Der Islote de Hilario: was das ist und woher der Name kommt

Der Ort, an dem der Besuch hält, hat seine eigene, doppelte Geschichte.

Die geologische

Der Islote de Hilario ist eine Kipuka — ein Stück altes Gelände, das die Lava umflossen hat, ohne es zu bedecken, sodass es wie eine Insel mitten im Steinmeer stehen bleibt. Er ragt aus dem Malpaís (Lavaödland) heraus, und deshalb konnte man hier bauen.

Die menschliche

Der Überlieferung nach trägt er den Namen nach Hilario, einem Lanzaroteño, der aus dem Philippinenkrieg zurückkam und beschloss, sich genau hier niederzulassen, am unwirtlichsten Ort der Insel. Er lebte über fünfzig Jahre als Eremit mitten im Malpaís, mit keiner anderen Gesellschaft als seiner Kamelin.

Denk kurz darüber nach, wenn du oben stehst, umgeben von Café, Parkplatz und Bussen: Jemand hat hier ein halbes Jahrhundert lang allein gelebt, auf einem Boden, der brennt.

Wie der Besuch abläuft, Schritt für Schritt

1. Die geothermischen Vorführungen

Gleich nach der Ankunft am Islote de Hilario. Es sind drei, sie dauern nur wenige Minuten und sind im Eintritt enthalten:

  1. Das Buschwerk, das von selbst brennt. Sie stecken trockene Zweige in eine flache Grube, und sie fangen innerhalb von Sekunden Feuer, ohne dass irgendetwas an sie herangeführt wird.
  2. Der künstliche Geysir. Sie schütten einen Eimer kaltes Wasser in ein Metallrohr, das im Boden steckt. Wenige Sekunden später schießt eine Dampfsäule heraus.
  3. Die heißen Steine. Du darfst den Kies an der Oberfläche berühren, um selbst zu prüfen, dass er wirklich brennt.

Kinder sind davon völlig begeistert. Für sie ist das der beste Moment des Besuchs. Lanzarote mit Kindern

2. Die Ruta de los Volcanes

Etwa 35–40 Minuten mit dem Bus, auf einer für den Privatverkehr gesperrten Straße. Niemand kann sie auf eigene Faust befahren: Es ist die einzige Möglichkeit, ins Herz des Parks vorzudringen.

Die Route führt vorbei an der Montaña Rajada, der Caldera del Corazoncillo, dem Volcán del Chinero und den Calderas Quemadas, mit Fotostopps und einer mehrsprachigen Ansage.

Das Gute

die Landschaft. Schwarze Krater, rote und ockerfarbene Lavaströme, Formen, die du sonst nirgendwo in Europa siehst.

Der ehrliche Teil

Du steigst nicht aus dem Bus aus. Alles wird durchs Fenster betrachtet. Kleinen Kindern kann das lang werden, und wenn du erwartet hast, über Lava zu laufen, ist das nicht diese Fahrt. Zum Wandern lies weiter.

Tipp

setz dich auf die rechte Seite. Sie bietet auf einem großen Teil der Strecke die besseren Ausblicke.

3. Das Restaurant El Diablo

Oben auf dem Islote das Werk von César Manrique — mit dem Bauentwurf von Eduardo Cáceres, aus dem Jahr 1966, eingeweiht 1970. Ein Rundbau mit bodentiefen Fenstern und dem Lavameer rings umher.

Und in der Mitte der Grill: ein Rost über einem offenen Schacht, auf dem das Fleisch mit der Hitze des Bodens gegrillt wird. Ohne Gas, ohne Kohle, ohne Strom. Sechs Meter tief herrschen rund 400 °C, und damit wird gekocht.

Das war eine echte technische Herausforderung: ein Restaurant auf einem Boden zu bauen, der brennt. Manrique löste es, und das Ergebnis gehört zu den geniestreichsten Dingen der Insel.

Zur Orientierung

Menü für etwa 25–35 € pro Person. Reservierung empfohlen, besonders mittags.

Und wenn du nicht essen willst

Geh trotzdem hinein, um den Grill und die Fenster zu sehen. Es lohnt sich auch nur für einen Kaffee.

4. Das Besucherzentrum von Mancha Blanca

Kostenlos, etwa 7 km vom Parkeingang entfernt. Hier verstehst du wirklich, was passiert ist: Ausstellungsräume über die Eruptionen von 1730–1736, Modelle, ein Erdbebenraum und ein Eruptionssimulator.

Viele Menschen verstehen es hier besser als am eigentlichen Islote de Hilario. Wenn du mit Kindern reist oder dich für Geologie interessierst, komm vorher, bevor du in den Park gehst: Der Besuch danach macht doppelt so viel Freude.

Die Wanderrouten: was fast niemand weiß

Im Nationalpark darf man nicht auf eigene Faust wandern. Aber es gibt zwei geführte Routen, und sie sind kostenlos:

Ruta de Tremesana

Etwa 3–4 km · rund 3 Stunden · geführt · kostenlos

Es ist die einzige legale Möglichkeit, die Lava von 1730 zu betreten. Sie wird mit einem Park-Guide durchgeführt, in sehr kleinen Gruppen, von Montag bis Freitag.

Der Haken

Die Plätze sind extrem begrenzt, und man muss zwei bis drei Wochen im Voraus im Besucherzentrum von Mancha Blanca reservieren. Sie sind schnell weg.

Wenn dich die Vulkanlandschaft wirklich interessiert, ist das mehr wert als der Bus. Ohne Vergleich.

Ruta del Litoral

Etwa 9 km, an der Küste des Parks entlang. Frag im Besucherzentrum nach dem aktuellen Stand: Sie war schon mal geführt, mal frei begehbar.

Und die kostenlose Alternative, ohne Reservierung

Wenn du keinen Platz bekommst — oder die 30 € nicht zahlen willst —, gibt es eine Option, die kaum jemand kennt:

Caldera Blanca. Eine etwa 10 km lange Route, die in Mancha Blanca beginnt, außerhalb des Parks, das Lavameer von 1730 durchquert und bis zum Rand eines riesigen Kraters hinaufführt. Von oben hast du den besten Panoramablick auf Timanfaya, den man überhaupt haben kann … und das kostenlos, ohne Reservierung und ohne Bus.

Die Kamele: Klartext

Am Echadero (Kamel-Rastplatz), einige Kilometer vom Eingang entfernt, werden Kamelritte angeboten. Sie werden separat bezahlt: Sie sind nicht im Eintritt enthalten.

Der historische Hintergrund

Kamele sind kein touristisches Dekor. Sie wurden auf die Insel gebracht, weil ihre breiten, gepolsterten Füße wie Skier auf loser Asche funktionieren — sie sinken nicht ein, wo ein Pferd oder Esel es täte. Sie waren die Traktoren dieser Insel: Sie bestellten die Weinberge von La Geria, errichteten Mauern und transportierten alles, was transportiert werden musste. Ohne sie hätte sich Lanzarote nicht erholt.

Der heutige Stand

Immer mehr Besucher entscheiden sich gegen den Ritt, wegen der Arbeitsbedingungen der Tiere. Manche sehen es als lebendiges Kulturerbe, andere als Tierquälerei.

Wir geben dir die Information. Die Entscheidung liegt bei dir.

Wie du die Warteschlangen umgehst

Die konkrete Zahl: um 9:30 Uhr kommst du ohne Wartezeit hinein. Um 11:30 Uhr kann es bis zu 90 Minuten Wartezeit für Autos an der Zufahrt geben.

Was funktioniert:

  1. Nimm das erste Zeitfenster des Tages. Das ist der beste Tipp in diesem ganzen Guide.
  2. Vermeide die Zeit zwischen 11:00 und 14:00 Uhr. Dann kommen alle organisierten Hotelausflüge an.
  3. Im Sommer, an Ostern und Weihnachten solltest du Wochen im Voraus reservieren.
  4. Das letzte Zeitfenster am Nachmittag ist meist auch ruhig, und obendrein ist das Licht besser für Fotos.
  5. Bei Calima (Saharastaub) oder starkem Wind überleg dir, den Tag zu wechseln: Ein großer Teil der Landschaft geht dabei verloren.

Anfahrt

Der Park liegt zwischen Yaiza und Tinajo, im Südwesten der Insel, an der Straße LZ-67.

  1. Playa Blanca: 25 Min.
  2. Puerto del Carmen: 30 Min.
  3. Arrecife: 35 Min.
  4. Costa Teguise: 45 Min.
  5. Órzola (Norden): 1 Std.

Du brauchst ein Auto. Es gibt keinen öffentlichen Bus, der zum Park fährt: nur organisierte Ausflüge. Wie du dich in Lanzarote fortbewegst

Der Parkplatz ist im Eintritt enthalten.

Was du mitnehmen solltest

  1. Das aufs Handy heruntergeladene Ticket. Ich wiederhole es bewusst: Der Empfang ist unzuverlässig.
  2. Wasser. An keiner Stelle des Besuchs gibt es Schatten.
  3. Kappe und Sonnencreme. Die Sonne brennt, und das schwarze Gestein gibt die Hitze wieder ab.
  4. Windjacke. Auch wenn es warm ist: oben weht immer Wind.
  5. Geschlossene Schuhe. Keine Flip-Flops.
  6. Die Kamera mit voller Batterie. Du wirst mehr Fotos machen, als du denkst.

Wie du es in den Tag einbaust

Für Timanfaya solltest du etwa 2 Stunden einplanen. Was am besten funktioniert:

Morgens

Timanfaya zur ersten Stunde → La Geria am Vormittag, mit Weinprobe → Mittagessen zwischen den Weinbergen. Nachmittags: El Golfo und der Charco de los Clicos → Los Hervideros → Sonnenuntergang an den Salinas de Janubio.

Das ist für uns der beste Tag im Süden Lanzarotes.

Häufig gestellte Fragen

Was kostet der Eintritt nach Timanfaya 2026?
30 € für Erwachsene und 15 € für Kinder von 7 bis 12 Jahren. Kinder unter 7 Jahren haben freien Eintritt. Enthalten sind Parkplatz, geothermische Vorführungen und die Ruta de los Volcanes mit dem Bus.
Muss man Timanfaya im Voraus reservieren?
Ja, das ist Pflicht. Seit dem 15. Juni 2026 werden keine Tickets mehr an der Kasse verkauft: Man muss sie online auf cactlanzarote.com kaufen und ein Zeitfenster wählen. Ohne Reservierung kein Einlass.
Welche Öffnungszeiten hat der Nationalpark Timanfaya?
Von 9:00 bis 17:00 Uhr, jeden Tag. Das Besucherzentrum von Mancha Blanca hat dieselben Öffnungszeiten und ist kostenlos.
Wie viel Zeit braucht man für den Besuch von Timanfaya?
Rechne mit 2 Stunden: die Vorführungen, die 35–40 Minuten der Ruta de los Volcanes und ein Rundgang um den Restaurantbereich. Wenn du Mancha Blanca dazunimmst, noch eine Stunde mehr.
Was ist im Eintritt enthalten?
Parkplatz, geothermische Vorführungen am Islote de Hilario und die Busfahrt. Nicht enthalten sind der Kamelritt und das Restaurant.
Kann man Timanfaya mit dem eigenen Auto befahren?
Nein. Die Ruta de los Volcanes ist ausschließlich den Bussen des Parks vorbehalten. Dein Auto bleibt auf dem Parkplatz am Islote de Hilario.
Kann man in Timanfaya wandern?
Auf eigene Faust nicht. Nur auf den kostenlosen geführten Routen (Tremesana und Litoral), mit vorheriger Reservierung in Mancha Blanca und sehr begrenzten Plätzen. Außerhalb des Parks kannst du frei wandern, etwa auf der Caldera Blanca und dem Vulkan El Cuervo.
Warum ist der Boden von Timanfaya immer noch heiß?
Wegen einer Restmagmakammer in 2 bis 4 km Tiefe. Ihre Hitze steigt durch Risse nach oben: 100–120 °C an der Oberfläche und 610 °C in 13 Metern Tiefe.
Ist es gefährlich? Kann es wieder ausbrechen?
Der Besuch ist vollkommen sicher, und der Park wird überwacht. Es gibt keine Anzeichen für einen unmittelbaren Ausbruch, obwohl der kanarische Vulkanismus per Definition aktiv ist.
Lohnt sich Timanfaya mit Kindern?
Sehr, wegen der geothermischen Vorführungen: Zu sehen, wie Buschwerk von selbst brennt, fasziniert sie total. Die Busfahrt kann ihnen allerdings lang werden. Lanzarote mit Kindern
Wann ist die beste Zeit für einen Besuch in Timanfaya?
Das erste Zeitfenster am Morgen. Um 9:30 Uhr kommst du ohne Wartezeit hinein; um 11:30 Uhr kann es 90 Minuten Wartezeit geben. Auch die letzte Nachmittagsstunde ist meist ruhig und hat besseres Licht.
Was ist der Islote de Hilario?
Eine Kipuka: ein Stück altes Gelände, das die Lava umflossen hat, ohne es zu bedecken. Hier finden die Vorführungen statt, und hier steht das Restaurant. Der Name geht auf einen Eremiten zurück, der der Überlieferung nach über fünfzig Jahre dort mit seiner Kamelin lebte.
Wie kocht das Restaurant El Diablo?
Mit der Hitze des Bodens selbst. Ein Rost über einem offenen Schacht nutzt die rund 400 °C, die sechs Meter tief herrschen. Ohne Gas, ohne Kohle.
Muss man im El Diablo reservieren?
Sehr empfehlenswert, besonders mittags. Menü zur Orientierung: 25–35 € pro Person.
Gibt es das Kombiticket der CACT noch?
Nein. Es wurde abgeschafft, jetzt bezahlt man jedes Zentrum einzeln. Das ist die Änderung, die die Budgets am meisten durcheinanderbringt: Zwei Personen, die alle fünf großen Zentren besuchen, kommen auf rund 200 €.
Kann man mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Timanfaya fahren?
Nein. Es fährt kein Linienbus dorthin: Du brauchst einen Mietwagen oder einen organisierten Ausflug.
Wann fand der Ausbruch von Timanfaya statt?
Vom 1. September 1730 bis zum 16. April 1736. Sechs Jahre wiederkehrender Eruptionen: die längste historisch verzeichnete in Spanien.
Ist bei dem Ausbruch jemand gestorben?
Es sind keine Todesopfer bekannt. Die Lava floss langsam, sodass Zeit zur Flucht blieb. Verloren gingen allerdings mehr als 30 Dörfer und ein Drittel der fruchtbaren Böden der Insel.
Gibt es Tiere in Timanfaya?
Ja, auch wenn es unmöglich erscheint: rund 180 endemische Wirbellose — Käfer, Spinnen — die sich an die Hitze angepasst haben, außerdem Eidechsen und Greifvögel.
Was passiert, wenn ich mein Zeitfenster verpasse?
Erscheine trotzdem und frag am Eingang nach: Meist gibt es Spielraum, garantiert ist das aber nicht. Besser 15 Minuten früher da sein.
Lohnt es sich bei schlechtem Wetter?
Bei leichtem Regen ja: Die Landschaft gewinnt mit den Wolken. Bei Calima (Saharastaub) verliert sie einiges, weil die Luft trüb wird und man wenig sieht. Wenn möglich, wechsle den Tag.

Und wenn du in Lanzarote nur eine Sache machen kannst

Dann diese.

Timanfaya sieht aus wie nichts, was du je gesehen hast. Es ist kein hübscher Berg und kein Aussichtspunkt mit schöner Sicht: Es ist der genaue Ort, an dem eine Insel zerbrach und dreihundert Jahre lang von innen weiterbrannte.

Unter deinen Füßen, dreizehn Meter tief, liegt Gestein mit über sechshundert Grad. Und zwei Kilometer darunter eine Magmablase, die dort seit weit vor der Zeit liegt, bevor irgendjemand je einen Fuß auf diese Insel setzte.

Man kann damit nichts anderes tun, als stehen zu bleiben und zu staunen. Und das ist schon genug.

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Aktualisiert am 28. Juli 2026 · Veröffentlicht am 16. Juli 2026